Frauenbund
Verein
Den KDFB Hienheim - Arresting gibt es nunmehr seit 30 Jahren.
Bei der Jubiläumsfeier am 23.09.2004 wurde folgender Rückblick gemacht:
Am heutigen Tag vor genau 30 Jahren, am 23. September 1974, fand die Gründungsversammlung des KDFB statt. Angeregt wurde die Sache damals von Frau Maria Wallner, die unermüdlich von Haus zu Haus ging und die Frauen ansprach. Da damals auf Dorfebene für Frauen noch nicht viel geboten war, erklärten sich viele bereit, einem Frauenverein beizu-treten. Unterstützt wurde Frau Wallner damals auch von Herrn Pfarrer Gandyk. Der Verein war damals unterteilt in Frauenbund und Frauengruppe. In den Frauenbund ließen sich 55 Frauen aufnehmen. Diese waren eingetragene Mitglieder beim KDFB. 17 Frauen traten der Frauengruppe bei, sie waren ebenfalls an den Veranstaltungen teilnahmeberechtigt. Frau Wallner wurde zur ersten Vereinsvorsitzenden gewählt. Mit Begeisterung stellte die Vorstandschaft das Jahresprogramm zusammen. So wurden Vorträge, Diaabende und Bastelabende organisiert. Es gab eine Advents- und Muttertagsfeier und den ersten Frauenfasching. Außerdem fanden Einkehrtage und Familienfahrten statt. Die Frauen waren mit Begeisterung dabei.
Ein besonderer Höhepunkt war der 17. Juni 1975. Die Frauenbundfahne, die von einer unbekannten Person gestiftet wurde, wurde von Herrn Pfarrer Gandyk geweiht. Die Fahne wurde zum Teil von Frau Wallner selbst ausgemalt und mit Hilfe anderer Frauen fertig- gestellt. Sie wird auch heute noch bei allen großen Festen und Beerdigungen mitgetragen. Restauriert wurde sie 1999 zum 25-jährigen Bestehen des KDFB.
Im Jahr 1976 kam Frau Wallner die Idee für das ganze Dorf einen "Bunten Abend" abzuhalten. Viele begeisterte Theaterspieler, Frauen, Männer und Landjugendmitglieder sorgten am 8. Februar 1976 für Stimmung im Neckersaal. Insgesamt fand dieser "Bunte Abend" zehnmal statt. Der Reingewinn wurde der Pfarrei für den geplanten Pfarrheimbau zur Verfügung gestellt. Treibende Kraft war damals wieder Frau Wallner und ihre Familie und so konnte am 9. Oktober 1977 die Einweihung des Pfarrheims stattfinden. Möglich gemacht wurde der Bau damals nur mit Hilfe der Dorfgemeinschaft und vielen Spenden. Kamen die Frauen bei ihren Veranstaltungen bisher in der Gastwirtschaft Necker oder Pfaller zusammen, so hatten sie jetzt einen festen Platz für ihre Treffen.
In guter Erinnerung dürften auch die alljährlichen Ausflüge sein. Viele Ziele in allen Himmelsrichtungen wurden angesteuert und man verbrachte unvergessliche Stunden.
Auch Besichtigungsfahrten, so z. B. zur OBAG, Molkerei, Quelle-Versandhaus, Witt Weiden
und vieles mehr stand auf dem Programm.
Auch im sportlichen Bereich wurde man sehr aktiv.
Eine Gymnastikgruppe wurde gegründet. Man begann zu Walken, es wurde Radgefahren und zum Schwimmen fuhr man ins Neustädter Hallenbad.
Ebenso wurden Wanderungen nach Arresting, Laimerstadt oder Haderfleck gemacht.
Auch Kurse wie Wirbelsäulengymnastik oder autogenes Training wurden ins Programm aufgenommen.
Auf kulturellem Gebiet organisierte man Theaterfahrten nach Ingolstadt oder Regensburg, ins Bauerntheater nach Bad Gögging oder zu "Holiday on Ice" nach München.
1981 kam den Frauen die Idee, für die Senioren eine Mutter- und Vatertagsfeier bzw. eine
Adventsfeier zu gestalten. Später teilte man sich dann diese Arbeit mit dem Pfarrgemeinderat und der Landjugend, aber die Frauen helfen auch heute immer noch tatkräftig bei der Gestaltung bzw. Bewirtung mit.
Das wohl größte Ereignis des KDFB war sicherlich die Bezirkswallfahrt der Frauen am
29. Juli 1989. Ca. 1.600 Frauen kamen am Parkplatz zusammen und man zog gemeinsam durchs Dorf ins Festzelt um Gottesdienst zu feiern.
1991 begannen einige Frauen Tischdecken für das Pfarrheim anzufertigen. 1992 wurden dann noch Tischbänder gestickt. Bei festlichen Anlässen kann man diese Werke immer noch bewundern. Bereits 1982 haben zahlreiche Hände Wolldecken gestrickt, die nach Zimbabwe geschickt wurden.
1993 wurde mit Hilfe des Frauenbundes die "Mutter-Kind-Gruppe" ins Leben gerufen. Sie wird auch heute noch von vielen Kindern besucht.
Immer wieder spendete der KDFB größere Summen. Kollekten der Gottesdienste oder die Einnahmen der Palmbüschelaktionen werden sinnvoll eingesetzt, wie etwa für die 3. Welt, für Belange in der näheren Umgebung (z. B. die Behindertenwerkstätten in Offenstetten), für örtliche Vereine (Mutter-Kind-Gruppe, Sportverein) oder für die Aktionen "Frauen helfen Frauen in Not". Einigen Mitgliedern unseres Vereins wurden beim Hochwasser 1999 mit einer Spende geholfen.
Diese ganzen Aktionen waren aber nur möglich, weil unser Frauenbund von verschiedenen Vorständen und vielen Helfern immer zusammengehalten wurde.
So war Frau Wallner von 1974 bis zu ihrem Umzug ins Allgäu 1978 1. Vorstand.
Ihr folgte von 1978 bis 1980 Frau Marlies Thoma;
von 1980 bis 1988 Frau Maria Schmidt,
von 1988 bis 1996 Frau Kathi Kiermeier,
von 1996 bis 1998 teilte man sich die Arbeit im Team,
von 1998 bis 2002 war Frau Sabine Schalk 1. Vorstand.
und ab 2002 wird der Frauenbund wieder von einem Team geführt.
Wie man sieht, wurde von unserem Frauenbund in den letzten 30 Jahren viel geleistet. Viele Feste wie Muttertags- oder Adventfeier, Angebote für Sticknachmittage, Kochkurse, Vorträge, die Gymnastikgruppe oder Ausflüge (seit einigen Jahren werden verschiedenen Christkindlmärkte besucht) gehören auch heute noch zum Frauenbundprogramm.
Der Frauenbund bietet ein Programm für Frauen jeden Alters, in unterschiedlichen Lebenssituationen und mit verschieden Interessen.
Jedes Jahr im Sommer wird dieses abwechslungsreiche Jahresprogramm zusammengestellt, das jedes Mitglied erhält.
Mittlerweile zählt unser Verein ca. 170 Mitglieder. Hoffen wir, dass der Zusammenhalt weiter bestehen bleibt.
Unser Wunsch ist es, dass sich auch junge Frauen angesprochen fühlen, dass sie unseren Verein mit ihrem Kommen unterstützen und ihre Ideen einbringen. Nur so können wir auch das nächste Jubiläum zusammen feiern.



